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Barockes Reiten

Die Basis, das Gymnastizieren des Pferdes beginnt vom Boden aus. Zuerst lassen wir die Pferde frei laufen bzw. frei longieren, um zu sehen, wie die Pferde sich ohne Hand oder Körper des Reiters, nur auf die Stimme bewegen.

„Reiter die ihre Pferde frei lassen, sind es, welche die Genüsse der Reitkunst zu empfinden vermögen“ (Nuno Olivera)

Im Anschluss arbeiten wir mit dem Kappzaum an der Hand. Wir zeigen dem Pferd, wie es in Selbsthaltung gehen kann. Durch verschiedene Übungen wird das Pferd mehr Gewicht auf die Hinterhand legen. Durch diese Bodenarbeit wird das Pferd aufmerksamer, gelassener, freudiger, selbstsicherer und geschmeidiger. Das Pferd zeigt, dass es geistig angeregt und gestärkt wird.

„Nicht der schnelle, oft zum Schaden jeder Kreatur erzwungene Erfolg zählt, sondern geduldiges und behutsames Arbeiten.“ (Egon von Neindorff)

Durch das Beobachten des Pferdes (auch Viedeoaufnahmen) bekommt der Reiter das notwendige Verständnis für die Zusammenhänge von Anatomie, Mechanik und Bewegungsabläufe.

„Der Körper des Pferdes soll nicht auf einmal in die gewünschte Form hineingepresst werden, sondern allmählich befähigt werden, dieselbe zwanglos anzunehmen.“ (Gustav Steinbrecht)

Erst wenn das Pferd ohne Zwang und Verspannung an der mit Feingefühl agierenden Hand Schulterherein oder Kruppeherein korrekt zeigt, werden die Übungen vom Sattel aus geübt. Auch jetzt wird das Pferd vorerst auf Kappzaum geritten.

„Die Pferde sind die besten Lehrmeister für den Reiter“  (Nuno Olivera)

Beim Reiten soll das Pferd die gleiche Durchlässigkeit und Leichtigkeit zeigen wie bei den bereits von der Hand trainierten Lektionen.

Wenn das Pferd-Reiter-Paar nun Harmonie ausstrahlt, steht dem Ausbildungsziel Reiten auf Kandare nichts mehr im Wege.

 

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